Musikverein 1842 Grünberg Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Grünberg e.V.
                     Musikverein 1842 Grünberg   Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Grünberg e.V.

Geschichte des Musikvereins

150 Jahre 

,,Musikverein Grünberg''

 

(Aus einer wechselvollen Geschichte) 

Von Rektor Heinrich Hoffmann, Kaufmann Karl Schmierer sen. (bis 1967) und O.-Stud.-Rat. i. R. Hansjörg Vollmer (bis 1992).

Der 1842 gegründete Musikverein Grünberg wollte nach dem Willen seiner Gründer uneigennützig allen Bürgern seiner Heimatstadt und dem Wohle dieser Stadt dienen. Diesem Ziel ist der Verein in all den Jahren seines Bestehens treu geblieben. Eine lückenlose Darstellung der wechselvollen Geschichte dieses Vereins ist sehr schwierig, da nur spärliche Unterlagen vorhanden sind. Das Gründungsjahr ergibt sich jedoch aus zwei Gedichten aus dem Jahr 1867. Beide sind hier abgedruckt. Das eine wurde damals dem Verein zum 25jährigen Bestehen von dem Lehrer Martin Reuß gewidmet, wobei der Titel sich aus den Anfangsbuchstaben der Verszeilen ergibt. Das andere wurde Herrn Karl Kullmann, dem Gründer und Leiter des Musikvereins, an dessen 25jährigem Stiftungstag gewidmet.

Der Text des oben stehenden Bildes:

 

Dem Grünberger Musikverein

(Titel ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Verszeilen)

 

Die schönsten Blümlein blüh'n in der Musik,

Ein reicher Feengarten für den innern Blick,

Macht sie des Lebens Mühen sanft und leicht,

Glatt streicht der Stirne Falten sie; es schweigt

Ruhlose Sorge, bange Furcht, jegliche Pein,

Übel verschwinden, zur reinsten Freude führt sie ein.

Nicht ird'schen Lohn verleiht der Muse Hand,

Bei ihrem Kultus weicht gemeiner Tand.

Es haben diess vor fünf und zwanzig Jahren

Rührige Männer Grünbergs schon erfahren.

Getragen von der Göttin hoher Gunst,

Erschufen sie zur Pflege edler Kunst,

Rein von des Eigennutzes niedrer Tücke,

Mit edlem Thun ausfüllend eine Lücke

Unsers alltäglichen, meist so prosaischen Lebens,

Schon der Musikverein. Er hat stets regen Strebens

In unserer Stadt den Sinn für Höh'res angefacht.

Klein Anfangs zwar, hat dennoch er gebracht

Vereinter Kräfte wirkungsvolles Streben,

Eifrig, den Ruf der Vaterstadt zu heben.

Rief auch die ersten Gründer der Freund Hein

Ein in den himmlischen Musikverein:

In Euch, Ihr des Vereines jetzigen Glieder,

Neu grün' und blühe er in Segen wieder!

 

An seinem Stiftungsfeste am 29. September 1867 freundschaftlich gewidmet von Lehrer Martin Reuß. (Die Redaktion)

Schon bald nach seiner Gründung trat der „Musikverein Grünberg" mit eigenen Konzertveranstaltungen an die Öffentlichkeit. Am 13. August 1848 spielte er auf einem Musikfest in Lich bei der Festaufführung ein Potpourri aus der „Regimentstochter" und die Ouvertüre aus der „Italienerin". Konzertabende, Turmblasen zu Pfingsten, die Mitwirkung bei Gottesdiensten, kirchlichen Feiern oder sonst im Laufe eines Jahres anfallenden Veranstaltungen der Stadt oder der Vereine, sowie Platzkonzerte gehörten von Anfang an zum festen Programm des Vereins. Dies ist aus den vorhandenen Rechnungsunterlagen bei den Vereinsakten und aus den Programmen und Anzeigen zu ersehen, die in dem seit 1852 bestehenden „Grünberger Boten" erschienen sind. Die Schwierigkeiten, mit denen der Musikverein schon in den ersten Jahren seines Bestehens kämpfen mußte, werden durch ein Schreiben vom 12.1.1849 verdeutlicht, in dem der Verein die Stadtväter um kostenlose Abgabe von Brennholz zur Beheizung des Übungslokales bat. Dieser Antrag wurde mit 6 gegen 3 Stimmen von dem damaligen Stadtvorstand abgelehnt. Um seine finanzielle Lage zu bessern, rief der Verein 1853 seine Ehrenmitglieder zu einem freiwilligen monatlichen Beitrag zum Wohle des Vereins auf. 36 Ehrenmitglieder folgten damals diesem Aufruf. Auch um Instrumentenspenden war man bemüht. Karl Kullmann soll nach einem mündlich überlieferten, recht interessanten Briefwechsel Bismarck nach dem Kriege 1870/71 um Überlassung einer französischen Trommel aus Beutebeständen gebeten haben. Die Reichskanzlei teilte Kullmann mit, daß „unter dem Beutegut diesmal keine Pauke gewesen sei". Dieses Schreiben hing später lange Jahre im Hause Kullman  in der Kullmannsfahrt an der Wand. Seit 1886 bestand in Grünberg ein konkurrierender Streichmusikverein. Beide Vereine konnten wohl nicht nebeneinander bestehen und schlossen sich am 23. Dezember 1889 wieder unter dem Namen 'Musikverein Grünberg' zusammen.

1892 hatte der Musikverein seinen 50. Geburtstag feiern können. Im Jahrgangsband 1892 des „Grünberger Anzeigers" wird zwar eine rege Vereinstätigkeit nachgewiesen, aber von keiner Jubiläumsfeier berichtet.

Der Musikverein machte erfreuliche Fortschritte und veranstaltete am 23. Januar 1893 ein großes Konzert mit Theater und Tanz im Rappen. Um so erstaunlicher ist es deshalb, daß der eben wegen seiner guten Fortschritte gelobte Verein in einer Erklärung vom 16. Mai 1893, wegen eines den Musikverein sehr beleidigenden „Eingesandt" im „Gießener Tageblatt" und des vielfach mit Undank belohnten Bemühens den einstimmigen Beschluß fasst, die Musik niederzulegen.

 

Trotz dieses einstimmigen Beschlusses ging nach vorhandenen Unterlagen die Vereinstätigkeit weiter. 1896 übernahm Conrad Schlörb die musikalische Leitung. 1902 schlief die Vereinstätigkeit wieder ein, um nach einem Aufruf von Georg Hammel, dem späteren Vorsitzenden, wieder neu aufzuleben.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam das Vereinsleben in Grünberg allgemein zum Erliegen. Am 28. 2. 1920 wurde die Vereinsarbeit unter dem neu gewählten 1. Vorsitzenden Karl Schönhals und dem neuen Dirigenten Max Schietzel wieder aufgenommen. In den 30er Jahren blieb der Musikverein zwar weiterbestehen, trat aber immer häufiger, wie schon früher, als Feuerwehrkapelle und im Laufe der Zeit, zumindest mit einem Teil seiner Mitglieder, als NSKK-Kapelle in der Öffentlichkeit auf.

 

Obwohl mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ein großer Teil der aktiven Musiker zum Militärdienst eingezogen wurde, musizierte man weiter. Die althergebrachte Mitwirkung bei Gottesdiensten, das Turmblasen an Pfingsten usw. blieben erhalten. Schon im November 1945 begann der Verein unter seinem früheren Dirigenten Heinrich Sprankel mit den ersten Musikproben, die von 1954 bis 1966 von Walter Horst fortgesetzt und ab Mai 1966 von Helmut Buß übernommen wurden.

 

Überblickt man die ersten 125 Jahre des Vereins, so muß man zusammenhängend sagen, die Lebensjahre waren wechselvoll. Es gab Krisenzeiten und auch Höhepunkte.

Das 75. Stiftungsfest (1917) fiel in den Ersten, das 100. (1942) in den Zweiten Weltkrieg. Am 11.11.1967 beging der Verein sein 125jähriges Stifungsfest in der alten Turnhalle, für das der Vorstand und der Dirigent Helmut Buß die nötigen Vorbereitungen getroffen hatten. Zahlreiche Gratulanten überbrachten ihre Glückwünsche, u. a. der damalige Landrad Türk. Die Festrede hielt damals der Rektor der Grundschule Heinrich Hoffmann.

 

Der Höhepunkt des Abends war aber zweifellos das Jubiläumskonzert, dirigiert von Helmut Buß. Es begann mit dem Stück „Festmusik" von Richard Wagner, welches ebenso wie die folgende Feodora-Ouvertüre von Tschaikowsky, das ganze Können der Musiker erforderte. Im weiteren Konzertverlauf gab die bunte Auswahl der Werke einen guten Einblick in die Tätgkeit der Msuiker.

Es sollen nun aus der Arbeit der letzten 25 Jahre einige Höhepunkte herausgegriffen werden. Bedeutsam war zunächst die Aufführung eines Kirchenkonzertes am 10. Dezember 1967 für die Anschaffung der neuen Orgel in der Stadtkirche, das

gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Grünberg veranstaltet wurde. Welch guten Ruf der Verein genoss, zeigt die Tatsache, daß er am 17. Oktober 1970 zusammen mit der Hessischen Polizeikapelle und der Kapelle der 3. US-Panzerdivision, nach einer Probe in Frankfurt, ein großes Festkonzert im Festzelt des Gallusmarktes gab. Auch in den folgenden Jahren kam es noch mehrmals zum gemeinsamen Musizieren mit diesen beiden Kapellen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Mitwirkung des Vereins bei der 750-Jahrfeier Grünbergs vom 31.05.-11.06.1972. Beim Festzug war der Verein in historischer brauner Feuerwehruniform mit dabei. Am"Tag der Großgemeinde" brachte er zusammen mit dem Musikverein Stangenrod, Märsche und Potpourris zum Besten. In diese Tage fiel auch ein ganz besonderes Ereignis. Am 2. Juni 1972 wurde in einer Stadtverordnetensitzung im Luthersaal der Stadtkirche, die Partnerschaftsurkunde zwischen der südfranzösischen Stadt Condom und Grünberg, von den Bürgermeistern der beiden Städte, Herrn Abeille und Anschütz, unterzeichnet. Hierauf abgestimmt spielte der Musikverein zuerst die Ouvertüre"Modern time" und nach der Unterzeichnung die "Marseillaise", danach das Deutschlandlied.

Auch bei dem Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Grünberg, vom 09. bis 11. Juni 1973, die auf ein 100jähriges Bestehen zurückblicken konnte, war der Verein musikalisch aktiv.

Vom 08. bis 16. Mai 1974 wurde die erste Fahrt nach Condom durchgeführt. Der Anlass war das 2. internationale Festival der Bandas und Penas. Alle Musiker und Feuerwehrkameraden waren Gäste in französischen Familien. In der Frühe verließ der Bus der Firma Eise die Stadt mit dem Ziel Paris. Unterwegs wurden die Befestigungsanlagen und der Ehrenfriedhof bei Verdun besucht. Von Paris ging es mit der Bahn weiter bis Agen und von dort mit dem Bus zur Partnerstadt. Der musikalische Teil der Reise begann mit einem Konzert in der Kathedrale von Lectour. Das Konzert in der ehrwürdigen Kirche mit ihrer wundervollen Akustik, war ein voller Erfolg. Den folgenden Tag verbrachte der Verein im Gästehaus der Feuerwehr.
Der letzte Tag dieser Woche war acuh zugleich der Höhepunkt.  Mit dem Vortrag des Pflichtstücks und eines Werkes nach freier Wahl auf dem Marktplatz der Partnerstadt, belegten die Grünberger den 1. Platz und wurden damit Gewinner der "Goldenen Trompete". Inzwischen fanden noch drei weitere Fahrten nach Condom statt. Die guten Kontakte zur "école de musique", mit der der Verein bereits zusammen musizierte, und das Konzert in den Sommerferien zu Ehren der französischen Gäste bezeugen, wie sehr sich der Musikverein um die Städtepartnerschaft verdient gemacht hat.

Am 12. Oktober desselben Jahres verschönerte der Verein dann die Einweihung des neuen Grünberger Feuerwehrstützpunktes mit einem Platzkonzert und einem Auftritt in der Gallushalle. Der anwesende Innenminister Bielefeld, lobte die Musik in höchsten Tönen.
Wie sehr der Musikverein seine Hände nicht nur zum Musizieren, sondern auch zum tatkräftigen Anpacken zu benutzen versandt, zeigte sich am 23. Oktober 1974. Der verein erhielt beim Wettbewerb "Bürger Deine Stadt" für die Arbeiten am alten Wasserwerk den 1. Preis. Am 23. August 1975 wurde dem Verein das Haus offiziell von Bürgermeister Herzog als Vereinshaus übergeben. Die Feier im Brunnental wurde durch ein Konzert umrahmt. Auch die Herstellung der Musikterrasse (am 6. Juni 1976 mit einem Konzert gefeiert) und die Bepflasterung rings um das Vereinshaus geschah durch Eigeninitiative. Hier sind besonders Ernst Groh und Reinhold Hahn zu erwähnen. So wurde das Vereinshaus zum gemütlichen Domizil der Musiker, innen geschmückt mit alten Vereinsbildern und Instrumenten. Auch manch schöne Stunde wurde hier verbracht und auf der Musikterrasse werden jedes Jahr zu Pfingsten Konzerte gegeben.

Zur Grundsteinlegung der neuen katholischen Kirche am 10. Dezember 1978, war der  Musikverein dabei.
Am 6. Mai 1979 war das Fernsehen in Grünberg und machte Musikaufnahmen am Wartturm, auf dem Marktplatz und in der Marktgasse. Wenige Tage später war der Verein dann auch auf dem Bildschirm zu bewundern.
Als am 31. Januar 1980 der 500. Gallusmarkt in der Gallushalle eröffnet wurde, trug auch hier der Verein natürlich wieder bei der Gestaltung des Abends mit bei, u. a. beim "Freiheitschor" aus "Nabucco", von den zwei Grünberger Gastvereinen begleitet. Überhaupt war dieses Jahr für den Verein voller Ereignisse. Es begann mit der Aufnahme für zwei Tonträgern, für die sämtliche musikbetreibenden Vereine der Großgemeinde ihren Beitrag leisteten. Weitere Höhepunkte waren dann die Teilnahme des Vereins an der Fernsehsendung in Grünberg "Bürger Deine Stadt" in der Gallushalle am 18. Juni und die Teilnahme am großen Hessentagsfestzug am 29. Juni. Am 6. Juni gab es noch ein Platzkonzert bei der Einweihung des Löwenbrunnens auf dem Winterplatz. Den Schlusspunkt setzte der Verein mit einem großen Festkonzert im Festzelt am 18. 10. und dem "Großen Zapfenstreich" auf dem Marktplatz am 19.10.
Vom 27. August bis 3. September dieses Jahres wurde wieder eine Fahrt nach Condom veranstaltet. Auf der Fahrt dorthin besichtigte man römische Bauten in Orange, den "Pont du Gard" und die Festung Carcasonne. Zur Messeeröffnung in Condom wurde die französische Nationalhymne vorgetragen. Bei einem Platzkonzert, das für die älteren Bürger Condoms gegeben wurde, wurden auch Kaffee und Kuchen serviert, den die Grünberger Frauen selbst gebacken hatten.
Am 28. Mai 1982 gedachte man in einer Feier in der Gallushalle des 10jährigen Bestehens der deutsch-französischen Jumelage. Umrahmt wurde sie vom Musikverein mit den Nationalhymnen der beiden Völker. Im Gegenzug erfolgte dann vom 02. bis 08. September 1983 wieder eine Fahrt nach Condom. Auch hier war der Verein sehr aktiv, z. B. bei einem Konzert in der Kathedrale von Condom.
Zurück nach Grünberg: Bald wirkte er mit, als am 29. Oktober 1983 im Gedenken an den 500. Geburtstag von Dr. Martin Luther, dessen Namen ja auch mit der Stadt (Lutherhaus!) verbunden ist, im Brunnental eine "Lutherlinde" gepflanzt und ein Gedenkstein errichtet wurde.
Dann kam aber eine Katastrophe, als im November 1984 ein Wirbelsturm über die Stadt hereinbrach, der auch starke Schäden am Vereinshaus im Brunnental anrichtete. (Bild). Bis Pfingsten nächsten Jahres gab es also viel Arbeit.
Am 02. August 1986 kam der Verein dann wieder ins Fernsehen. Der angesagte Fernsehmoderator Hans Rosenthal, veranstaltete auf dem Marktplatz seine Sendung "Gefragt, gewusst, gewonnen", und hier trat gleich zu Anfang der Musikverein ins Bild. Der Trompetensolist Jean Bausch, Schüler von Helmut Buß und Sieger im bundesweiten Wettbewerb "Jugend musiziert", durfte sogar einige Takte vorblasen.
Ein weiterer Höhepunkt des Vereinsgeschehens war am 5. September 1987 die Mitwirkung bei der Uraufführung der Oper "Die Regentrude" von Hans-Werner Henze. Es war dies ein Projekt der Stadt Aisfeld in Zusammenarbeit mit der "Alten Oper" Fankfurt. In Alsfeld wurde sie vom 5. zum 6. September dreimal in der Stadthalle aufgeführt, schließlich am 27. September in der "Alten Oper" in Frankfurt bei ca. 2000 Zuhörern.

MVG 1992 unter der Leitung von Musikdirektor Helmut Buß

DBald wurde wieder das Grünberger Stadtbild bereichert: Am 10.10.1987 fand unter Mitwirkung des Musikvereins an der Stadtkirche gegenüber dem Pfarrhaus die Aufstellung des "Tränenweibchens" statt.
Nach einem Konzert am 10. 4. 1988 in der Gallushalle mit der Musikschule aus Condom wurde dann vom 27. 8. bis zum 2. 9. die vierte Fahrt nach Condom durchgeführt. Höhepunkt war wiederum das große Konzert in der Kathedrale, bei dem neben dem Musikverein das "Ensemble Voval d' Armagnac" und das Gesangsensemble "Diebsturmspatzen" mitwirkten. Großartig war die Ovation an Richard Wagner mit "Wachet auf" und "Ehret Eure deutschen Meister", von beiden Chören gemeinsam dargeboten, gefolgt von dem Gefangenenchor aus Verdis "Nabucco" mit Musikverein und den beiden Chören. Zum Schluss kam das Lied "Se canto" (Solist: Werner Siek), das mit großem Beifall belohnt wurde.
1990 wirkte der Verein verschiedentlich mit bei der 100jährigen Feier des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, so am 18. 3. bei der Feierstunde in der Gallushalle, wo er die Chorgemeinschaft Grünberg beim Vortrag des "Bundesliedes" (Zelter) und des Chores "Singen heißt versehen" (Wolfg. Thiel) begleitete, dann am 10. 6., wo er beim Massenchorsingen auf dem Marktplatz allerdings wegen starken Regens im Neubau des "Hirsch" musizierte und am 21.10., wo er auf dem Marktplatz in Feuerwehruniform ein Platzkonzert gab.
Im Rahmen der Stadtsanierung, wurde im Juni 1991 dann der neu gestaltete Winterplatz dem Publikum übergeben, und bei dieser Feier wirkte der Verein natürlich wieder mit.
Das waren einige Höhepunkte des Vereinslebens der letzten Jahrzehnte. Doch trägt der Verein Jahr für Jahr auch das Seinige bei zu Feier des Hl. Abends in der Stadtkirche, beim Weihnachtsliederblasen auf dem Marktplatz, beim Weihnachtsmarkt, beim Fronleichnamszug, beim Laternenumzug des Kindergartens, bei der Konfirmation in der Stadtkirche, beim Sängertreffen der Buß'schen Vereine, bei der Eröffnung des Gallusmarktes, an Altennachmittagen, bei der Prunknarrensitzung, bei "Musikalischen Schlossfesten" (seit 1988). Er lädt an Pfingsten ein zur traditionellen Matinee im Brunnental und wirkt mit bei Brunnentalfesten, welche vom Arbeitskreis Condom- Grünberg veranstaltet werden.
Jährlich musiziert er auch beim Volkstrauertag in der Stadtkirche und gibt ein Konzert vor der Gallushalle zum Abschluss des jährlichen Grenzganges zu Pfingsten. Traditionell ist auch noch das "Turmblasen" zu Pfingsten, wobei sogar einmal 1966 der Turm wegen Bauarbeiten an der Kirche über die Feuerwehrleiter bestiegen werden musste.
Jährlich findet auch ein konzertanter Abend in der Gallushalle statt. Auch bei politischen Veranstaltungen war der Verein schon häufig tätig. Bei der Freiwilligen Feuerwehr tritt er als angegliederter Musikzug und tritt dann in Feuerwehruniform auf.

Dies waren nur einige Beispiele für das ständige Engagement des Vereins in der Öffentlichkeit. Dabei soll die Unterstützung durch die Frauen der Musiker nicht vergessen werden, die dem Verein bei vielen Gelegenheiten tatkräftig zur Seite stehen.
Beim Jahreskonzert 1991, das großen Beifall fand, erhielt Heinrich Schlüter ein Präsent für 30 Jahre Arbeit als Vorsitzender.
Das Jahr 1992 diente zu Vorbereitung des Jubiläums "150 Jahre Musikverein Grünberg".

 

Am 13. September 2008 wurde, während eines großen Konzertes in der Grünberger Gallushalle, ein Stabwechsel vollzogen. Musikdirektor Helmut Buß, der seit 1966 die Geschicke des Vereins musikalisch geprägt hatte, übergab

den Dirigentenstab nach 42 erfolgreichen Jahren an seinen Nachfolger

Gerd Böhmer. Helmut Buß ist es maßgeblich zu verdanken, daß sich der Musikverein Grünberg in den 1970ern und 80ern Jahren weit über Grünbergs Grenzen hinaus zur fast konkurrenzlosen und musikalischen Top Adresse für anspruchsvolle Konzert- und Blasmusik entwickelt hat. Gerd Böhmer, der nach seiner Pensionierung beim Bundeswehr-Musikcorps in Koblenz, die Leitung des Orchesters übernahm, versprach Musikern und Publikum, im Sinne dieses hohen Anspruchs Kontinuität zu wahren.

 

Im Jahre 2009 verließ Gerd Böhmer den Verein und Matthias Seim übernahm Ende November 2013 die musikalische Leitung des Grünberger Traditionsvereins als Kapellmeister. In einem Konzert am 30. November 2014 konnte sich das begeisterte Publikum, in der mit über 600 Zuhörern bis auf den letzten Platz besetzten Stadtkirche zu Grünberg, einen Eindruck über die wieder erlangte musikalische Leistungsfähigkeit des Musikvereins verschaffen.

 

Auf ein bereits in Vorbereitung befindliches Konzert  am 20. März 2016, mit hohem Anspruch an die konzertante Blasmusik, darf sich das Grünberger Publikum freuen. 

 

Konzert am 30. November 2014 unter Leitung von Matthias Seim

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Florian Halbich

Tel.:      06401/90147

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oder

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Mobil.:   017662548402

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